Reiseblog

Kandy

Tor zu den Central Highlands

Januar 162014
Januar 162014

Sri Lanka hält neben Traumstränden, dichtem Regenwald und religiösen sowie historischen Stätten auch ein breites Angebot an Trekkingmöglichkeiten parat, aus welchen sich schon für jeden etwas  Passendes finden läßt. Wir wollten uns davon überzeugen lassen und machten uns auf ins zentrale Hinterland. Auf den Weg dorthin wollten wir aber noch die Gelegenheit nutzen, Sri Lankas zweitgrößter Stadt, Kandy, einen Besuch abzustatten.

Kandy ist eine 110.000-Seelen-Stadt, welche überschaubar eingebettet ist in dschungeliges Hügelland. Ihre Lage direkt am gleichnamigen See gleicht die sonst enttäuschenden Eindrücke der etwas farblos wirkenden Innenstadt perfekt aus und sorgt für ein angenehm ruhiges Stadtbild. Mit dieser Stadt verbinden die Einwohner Sri Lankas ein starkes Nationalitätsgefühl, galt sie doch einst als letzte Bastion im Kampf gegen die Kolonialmächte. Weiters zählt Kandy einen Tempel zu seinen Sehenswürdigkeiten, in welchem ein etwas eigenartiges Relikt aufbewahrt wird. Es handelt sich dabei um einen Zahn, selbstverständlich keinen gewöhnlichen, sondern um einen Zahn Buddhas. Wir selbst wollten nicht den Massen in diesen Tempel folgen, um dieses Relikt lediglich entweder zwischen 5 und 6 Uhr morgens oder zwischen 18:30 und 19:30 bestaunen zu können; wer weiß, vielleicht sieht der schlußendlich gleich interessant aus wie Seppis gezogener Weisheitszahn, welchen ihm sein Zahnarzt damals nach dem Eingriff als „Andenken“ überlassen hat. Stattdessen quälten wir uns eine steile Straße außerhalb der Stadt zu einem mehrere Meter großen Buddha hinauf, um ihn dann aus der Nähe zu bestaunen. Weiters stattetem wir dem wohl exzentrischsten Hotel, dem Helga’s Folly, einen Besuch ab.

Für uns war Kandy jedenfalls ein willkommener Zwischenstop auf dem Weg in höhere Gefilde, wo wir es auch wieder mal genossen, unsere Lust auf Schokolade aus dem gut gefüllten Regal eines klimatisierten Supermarkts und nicht aus dem eingestaubten Kastl einer Wellblechbude zu befriedigen. Tja, manchmal sind es die einfachsten Dinge, die zählen. Nach zwei Tagen haben wir Kandy wieder den Rücken gekehrt, uns  in den Zug gesetzt und sind höheren Lagen entgegengetuckert.

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