Reiseblog

Galle

Altes Fort in neuen Kleidern

Januar 272014
Januar 272014

Obwohl wir Galle nur einen halbtägigen Ausflug gewidmet haben, dachten wir uns, daß diese wunderschöne Küstenstadt, schon alleine wegen der vielen Fotos, einen eigenen Blogeintrag verdient hat.

Galle nennen ca. 100.000 Menschen ihr Zuhause, unter denen sich auch sehr viele Ausländer befinden. Letztere werden sich wohl auch wie wir beim ersten Besuch der Stadt mit ihrem bewohnten Fort gedacht haben: „Hier würd ich gerne leben wollen!“.. und diesen Gedanken dann auch in die Realität umgesetzt. Keine Angst, wir werden nicht so weit gehen. Wie eben erwähnt, besticht Galle hauptsächlich durch sein Fort, dessen Mauern ca. 200 Häusern Schutz bieten. Und dieser Schutz gilt nicht nur längst vergangenen Zeiten, sondern hat spätestens seit dem Tsunami 2004 seine Daseinsberechtigung. Hätten die mehrere Meter dicken Mauern nämlich nicht die zerstörerische Flut abgeschwächt, wären wohl viele der historischen Bauten im holländischen Kolonialstil zerstört worden. So hielt sich der Schaden in Grenzen, wobei die finanzielle Wiederaufbauhilfe aus Holland kam.

Das Galle-Fort präsentiert sich dem Besucher als relaxtes Dorf, in welchem es sich in den gepflasterten und sauberen Straßen zwischen Guesthouses, Boutiquen, Kunstateliers und Cafés gemütlich schlendern läßt. Die Sauberkeit und Europaähnlichkeit kommt aber nicht von irgendwoher. Sicher, die Kolonialzeit hinterließ hier in der Architektur ihre Spuren, und die Ernennung zum UNESCO Weltkulturerbe 1988 sorgt auch für einen kräftigen Geldfluß von der Weltbank. Trotzdem, die neuen Investoren kommen auch wieder von außerhalb: Ein Drittel aller Häuser gehört hier zahlungskräftigen Ausländern, welche sicher für die nötige Restaurierung und Belebung gesorgt haben, aber, wie viele Kritiker meinen, im europäischen Stil und vorbei an der lokalen Kultur. Einheimische kommen bei diesen hohen Verkaufspreisen nur schwer zum Zug.

Wie man wieder einmal sieht hat alles immer zwei Seiten, eine positive und eine negative. Wir genossen jedenfalls unseren Ausflug hierher, auch weil wir das erste Mal, zwar nur aus einiger Entfernung, Schildkröten im Meer beobachten konnten.

    Ein Kommentar

  1. Hallo Margit und Seppi,
    …einfach super tolle Berichte. Man wartet schon immer ganz gespannt auf Euren nächsten Eintrag. Wir wünschen Euch weiterhin viele tolle Erlebnisse und weiterhin viel Glück und Alles Gute
    L G Barbara

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