Reiseblog

Christchurch

Blick nach vorn

März 032014
März 032014

Neues Land, neue Abenteuer. Von Singapur aus hieß es Kurssetzen auf Neuseeland. „Neuseeland? Wieso nicht zuerst Australien?“, mögt ihr euch bei unserer sonderbaren Routenwahl wundern, wo doch Australien auch auf unserer Liste steht. Nun, die Wahl, Neuseeland Australien vorzuziehen wurde nicht aus einer Laune heraus getroffen, sondern hatte seine Gründe: Zum Einen hat die Regenzeit den Norden Australiens noch bis Mai voll im Griff, und zum Anderen ist in Neuseeland gerade Herbstzeit… somit ideal zum Wandern oder „Trampen“, wie man hier sagt.

Unser Flugzeug aus Singapur landete spät abends in Christchurch. Am Flughafen wurden wir sogleich einer strengen Kontrolle unterzogen, da Neuseeland strikte Einfuhrrichtlinien hat, vor allem zur Vorbeugung der Verbreitung von Schädlingen aus dem Ausland. Von unserem Geschenk aus Sibaltan, dem Hut aus Palmenblättern, mußten wir uns leider trennen, und zudem wurden unsere Schuhe gründlich gereinigt. Nach dieser Kontrolle und Auslese wanderten wir anschließend geradewegs ins Gefängnis, in Zelle 29. Unsere Unterkunft, das „Jailhouse“, war früher nämlich einmal ein Gefängnis, zählt heute allerdings zu einem der beliebtesten Backpacker-Hostels und wird am Ende unserer Reise wohl auch für uns zu den originellsten Hostels zählen.

Am nächsten Tag mußten wir die Sehenswürdigkeiten Christchurchs zunächst einmal auf einen späteren Zeitpunkt vertrösten. Für uns stand nämlich die Suche nach einem zuverlässigen Campingbus an erster Stelle, welcher uns für die nächsten zwei Monate treue Dienste erweisen sollte. Dabei legten wir uns bereits im Vorfeld fest, ein Fahrzeug zu kaufen anstatt es zu mieten. In Neuseeland, und auch in Australien, gilt nämlich die Faustregel, daß bei einem längeren Aufenthalt ein Kauf der Miete vorzuziehen ist. Auf gings somit zum Backpacker’s Car Market, wo wir beim Verkaufsangebot eines tschechischen Paares schnell fündig wurden: Ein Toyota Estima, Baujahr 1995, mit Automatikschaltung, Schlafgelegenheit und Camping-Equipment für umgerechnet ca. 2.000€. Wir waren überzeugt, der sollte unser Reisepartner sein. Dennoch wollten wir das Auto vorher von einem Mechaniker gründlich durchchecken lassen, um später unbekümmert Neuseeland erkunden zu können. Bis auf die Reifen war alles im grünen Bereich. Diese wurden sogleich vom Nochbesitzer ersetzt, damit auch wir unser Ok darauf geben konnten. Der Besitzerwechsel war dann nur mehr eine Formsache von 30 Minuten: Onlineformular ausfüllen, Versicherung abschließen und schon gehts los, so unkompliziert geschieht das hier. Da blieb sogar noch genügend Zeit, in Christchurch seine Runden zu ziehen. Eine ruhige Stadt, die ohne Hochhäuser auskommt, einen Mega-Park mit wundervollen Gärten bietet, deren Sehenswürdigkeiten jedoch stark vom Erdbeben 2011 gezeichnet sind. Der Blick ist allerdings bereits voller Zuversicht wieder nach vorn gerichtet und die Arbeiten an einer Neugestaltung/Restaurierung des Stadtzentrums in vollem Gang. Nach vorne ist auch unser Blick gerichtet, auf zwei Monate Natur pur in Neuseeland.

    Ein Kommentar

  1. Maybe it was good that I wasn’t able to give you our souvenir for you before you left El Nido and that I will bring it to Europe myself to give to you later! 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*