Reiseblog

Wellington

Hauptstadt Neuseelands

April 082014
April 082014

Nach drei Stunden Fahrt mit der Fähre waren wir glücklich, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Etwas schaukelig war die Überfahrt von Picton nach Wellington schon, doch nie so stark, daß wir um unser Wohlbefinden bangen mußten. Wir strandeten spät abends in Neuseelands Hauptstadt.. ja, Wellington ist die Hauptstadt, nicht die bekanntere Stadt Auckland, wie viele vermuten. Letztere ist zwar die größte Stadt des Landes, hat aber deren Hauptstadtrolle 1865 an die Stadt im äußersten Süden der Nordinsel abgegeben, wo mittlerweile auch das politische Zentrum mit dem Regierungssitz und dem Parlament liegt. Nicht nur politisch, sondern auch verkehrsmäßig spielt Wellington eine große Rolle, läuft doch der meiste Verkehr zwischen Nord- und Südinsel über diese Stadt ab. Kulturell gibt’s auch genug zu bieten als Heimatstadt des New Zealand Symphony Orchestras und der New Zealand Dance School. Im New Zealand Te Papa Tongarewa Museum wird nationale und internationale Kunst ausgestellt, und Fans der „Herr der Ringe“-Trilogie mag es interessieren, daß Wellington Hauptstandort für die Filmproduktion war.

Wir müssen sagen, daß es uns mehr als recht war, erst gegen 23:00 Uhr angekommen zu sein. Wellington ist schließlich eine große Stadt mit entsprechend starkem Zentrumsverkehr zu den Bürozeiten. So durften wir uns hingegen in den Nachtstunden bei der Suche nach dem richtigen Weg in den leeren Straßen ruhig etwas mehr Zeit lassen und auch mal ohne Hektik das Auto wenden wenn die Richtung mal nicht stimmte. Unser Nachtlager schlugen wir auf einem Campinglatz etwas außerhalb der Stadt auf, von wo aus wir am nächsten Tag unsere Sightseeing-Tour ins Zentrum starteten – diesmal jedoch präventiv per Bus.

Wellington zeigte sich, was das Wetter anbelangt, nicht unbedingt von seiner Sonnenseite: Wind und Sprühregen dämpften unsere Motivation ein wenig, uns allen gebotenen Sehenswürdigkeiten zu widmen.. für eine Shopping-Tour ist das Wetter aber nie zu schlecht. Letztere stellte sich dann aber auch als Herausforderung heraus, nachdem Margits linke Flip-Flop-Sandale riß und sie nur mehr Mühe hatte, den Rest davon unter dem Fuß zu halten. Da mußte unbedingt ein neues Fußkleid her, um die begonnene Stadttour noch erfolgreich abschließen zu können. Ein 5$-Sneaker-Paar rettete die Tour noch in den sicheren Hafen und wir konnten doch noch mit einigen Bildern in unseren Köpfen Wellington getrost am Spätnachmittag verlassen.

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