Reiseblog

Nitmiluk National Park

Tiefe Schluchten

Mai 102014
Mai 102014

Südlich angrenzend an den Kakadu National Park befindet sich der Nitmiluk National Park, dessen Hauptattraktionen 13 bis zu 100m tiefe Schluchten sind, welche der Katherine River über Millionen von Jahren aus dem Arnhem-Felsplateau herausgespült hat. Während der Regenzeit verwandelt sich der Fluß in einen reißenden Strom, was bedeutet, daß der Zugang nur von April bis Oktober erlaubt ist. Dies ist die Zeit, in welcher die Schluchten per Bootstour oder noch viel besser per Kanu erkundet werden können, vorausgesetzt man hat keine Angst von einem Krokodil gefressen zu werden.

Wer sich die 1.800 Quadratkilometer umfassende Parklandschaft aber lediglich vom Wasser aus ansehen möchte, verpaßt eine Menge an Natursehenswürdigkeiten an Land. Beheimatet der Park doch über 160 Vogelarten, Warane und Kängurus, und das Arnhem-Plateau stellt mit seiner trockenen Vegetation einen krassen Gegensatz zu den feuchteren Gebieten dar. Letzteres läßt sich übrigens bestens zu Fuß erkunden, vorausgesetzt man nimmt genug Wasser mit. Es ist nämlich unerträglich heiß hier im Norden Australiens, man schwitzt bereits am Morgen und gegen Mittag ist es in der Sonne kaum auszuhalten. Wir Kinder aus den Bergen sind diese Temperaturen nicht gewohnt, für die Australier selbst ist es momentan noch recht angenehm 🙂 Nichtsdestotrotz wagen wir uns natürlich hinaus in diese feindliche Hitze, denn es gibt viel zu sehen und beobachten. Auch einen unserer Meinung nach sehr empfehlenswerten Mehrtagestrek hat der Nitmiluk National Park zu bieten, den sgn. Jatbula Trail, welcher erst ab Juni und per Vorabbuchung wegen der begrenzten Übernachtungsmöglichkeiten begehbar ist. Vorbei an mehreren Wasserfällen und natürlichen Schwimmbecken, welche die Tour interessant und ertragbar machen, gelangt man so vom Nitmiluk Visitor Center über 58km zu den Edith Falls.

Die Edith Falls waren übrigens unsere erste Station bei der Einreise in den Park, da wir ja vom Norden kamen. Einfach toll, die erfrischenden und vor Krokodilen sicheren Pools und Wasserlöcher. Am Tag darauf gings zum Nitmiluk Visitor Center, wo wir bei 36° allerdings keine Abkühlung fanden. Alle Badeplätze waren wegen Krokodilgefahr geschlossen. Die Bootstour durch die Schluchten war uns wieder mal zu teuer, sodaß wir die Aussichtspunkte darüber vom Arnhem-Plateau aus zu Fuß in Angriff nahmen… eine hitzige Angelegenheit, dafür bekamen wir einen großen Schwarm kreischender Flughunde während ihres Tagesnickerchens und ein wegweisendes Wallaby zu sehen. Wie gesagt, es lohnt sich allemal, auch wenn man nachher von oben bis unten naßgeschwitzt ist 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*