Reiseblog

Port Hedland

Salz und Eisenerz

Mai 222014
Mai 222014

450 km liegen zwischen unserem letzten Aufenthaltsort Broome und Port Hedland. Die Straße zwischen diesen beiden Orten führt so ziemlich schnurgerade durchs Outback, zu sehen gibt es haufenweise totgefahrene Tiere und unzählige Termitenhügel. Wir haben die Strecke nicht in einem Stück zurückgelegt, sondern zwischendurch zweimal übernachtet; ja diesmal waren wir nicht so schnell unterwegs wie das letzte Mal. Die erste Nacht verbrachten wir auf einem Gratis-Camping, recht unspektakulär, aber fein. Von dort ging es weiter Richtung Süden, mit einem kurzen Abstecher zum „80 Mile Beach“. Dieser Strandabschnitt besticht durch seine Länge und Unberührtheit, zu sehen war am Strand nämlich fast nichts und niemand, außer einigen Fischern. Was es zu den Stränden in Nord-Westaustralien, in diesem Gebiet wo wir uns gerade befinden, zu sagen gibt ist, daß in den Monaten zwischen März und Mai die größten Ebbe-Flut-Unterschiede bestehen. Das Meer kann sich in dieser Zeit bis zu 11m weit zurückziehen und dient natürlich als erstklassige Touristenattraktion.

Der nächste Stop wurde am „Cape Keraudren“ eingelegt, wo wir auch unsere nächste Nacht verbracht haben. Der Campingplatz besteht nur aus einigen einfachen Toiletten und sonst nichts, aber das Drumherum ist einfach bärig. Man parkt nämlich nahe am Meer, sodaß man das Wasser immer in Sichtweite hat. Und was sich dort im Wasser so tummelt ist grandios. Wir konnten zwar nichts unter der Wasseroberfläche erkennen, da das Wasser zu trüb war, aber die Schildkröten taten uns den Gefallen und ließen sich auch an der Oberfläche sehen. Wir standen dennoch ständig sprungbereit im Wasser, mit Taucherbrille bewaffnet, denn falls sich eine dieser tollen Kreaturen in unserer unmittelbaren Nähe wagen sollte, konnten wir schnell abtauchen und nachschauen, ob wir sie nicht doch unter Wasser zu sehen bekommen. Aber leider blieb uns dieser Anblick verwehrt. Am Abend bekamen wir dann ein anderes Schauspiel der Extraklasse geboten: durch seltsame Geräusche, ein leises, aber ständiges Klicken, aus unserem Camper gelockt, sahen wir im Schein unserer Taschenlampe eine Massenversammlung von Krebsen. Kleine und große, mit den verschiedensten Muschelhäusern im Schlepptau, tummelten sich um unseren Camper und am Strand. Die meisten hielten sich da auf, wo wir unser Nudelwasser ausgeschüttet haben; nicht nur wir lieben Pasta wie es scheint! 🙂 Ein toller und unterhaltsamer Anblick, der sich uns bot.

Am Morgen ging es dann weiter nach Port Hedland. Diese Stadt besticht durch…nichts. Es ist ein wirklich trostloser Ort, zählt aber zu den wichtigsten und größten Umschlagplätzen für Eisenerz, und die Minen sind somit Arbeitsplatz vieler Australier der Umgebung. Im Ort selbst gibt es außer dem Hafen nicht viel zu sehen, auch zum Schwimmen ist es wegen der vielen gefährlichen Meeresbewohner nirgends geeignet, so daß wir uns alsbald auf einen Campingplatz verzogen und dort den ungefährlichen Pool aufsuchten.

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