Reiseblog

Carnarvon

Gascoynes Oase

Juni 052014
Juni 052014

Seit Nanutarra bewegen wir uns ja nicht mehr in der Region Pilbara, sondern in der Region Gascoyne, einer ziemlich heißen und trockenen Gegend. Wir haben ja das Glück, uns hier im Winter bei nicht allzu heißen Temperaturen aufzuhalten; dabei reden wir bitte schön von Tagestemperaturen um die 30°. Trotzdem fiel uns auf, daß, auch wenn sich ein Winter nicht so anfühlt, wie er es sollte, die Australier darauf bestehen, ihn so aussehen zu lassen. So sind uns schon einige Male Leute aufgefallen, welche bei dieser Hitze Ugg Boots tragen.. und zu unserer weiteren Verwunderung nicht nur Frauen, sondern auch Männer. Tja, jedem das Seine.

Also wie gesagt, wir sind in der trockenen Region Gascoyne unterwegs, nun wieder, nach unserem nördlichen Abstecher aufs North West Cape, in Fahrtrichtung Süden; entlang des North West Coastal Highways nichts als Sand und Sträucher. Da staunt man dann nicht schlecht, wenn man in die Stadt Carnarvon einfährt, denn hier wird kräftig Obst und Gemüse angebaut. Ein widersprüchliches Bild, doch die Erklärung dazu ist offensichtlich: Der Gascoyne River fließt hier über- und unterirdisch durch und versorgt die Umgebung mit dem nötigen Wasser. Carnarvon selbst hat, wie üblich für kleine und mittlere Ortschaften entlang des Highways, nicht viel zu bieten. Wir haben das Gwoonwardu Mia, das Aborigine-Kulturzentrum, besucht, einen Spaziergang um den Pelican Point unternommen und uns die Reste aus vergangenen Hafenzeiten auf Babbage Island angesehen, inklusive dem langen Bootssteg.

Überaus lohnenswert hingegen fanden wir den 80km-Abstecher nördlich von Carnarvon zu den Blowholes. Die starke Brandung trifft hier auf die rote felsige Küste. Dabei wird das Wasser an manchen Stellen in Hohlräume unter den Felsen gespült und entlang enger senkrechter Kanäle nach oben an die Oberfläche gepresst. Die dabei enstehenden Wasserfontänen erreichen locker eine Höhe von 10m.

Bei unserer Weiterreise ist uns am Ortsende von Carnarvon noch eine riesige Satellitenschüssel aufgefallen. Diese gehört zu einem mittlerweile aufgelassenen Satelliten-Kommunikationssystem, welches 1963 hier aufgebaut wurde, um die NASA bei Ihren Gemini- und Apollo-Missionen zu unterstützen. 180 Ingenieure waren damals hier beschäftigt. Seit 1987 regieren hier nur mehr die Möwen.

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