Reiseblog

Whitsunday Islands National Park

Ocean Rafting

Juni 272014
Juni 272014

Wir müssen zugeben, die Inseln vor Australiens Ostküste haben es uns echt angetan. Eine Halbtagesfahrt weiter südlich von Townsville zweigt eine Straße bei Proserpine Richtung Airlie Beach ab. Dort legen die Boote der zahlreichen Tourveranstalter vom Shute Harbour zu den traumhaften Whitsunday Islands ab. Captain Cook verlieh 1770 diesen mehr als 90 Inseln im Umkreis von 50km diesen Namen aus dem simplen Grund: er hat diese Inseln am Pfingssonntag (=Whitsunday) entdeckt.

Was hier aus dem Wasser ragt waren einst die Spitzen einer Küstenbergregion. Heute bildet ein Kollektiv, bestehend aus 31 Inseln, den Whitsunday Islands National Park, welcher Besuchern nur im Rahmen einer geführten Bootstour oder mit dem eigenen Boot zugänglich ist. An Aktivitäten wird hier so ziemlich alles geboten: Baden, Schnorcheln, Tauchen, Fischen, Segeln, Reef Walking, Trekking usw., ja sogar ein Mountainbike-Parcours wurde kürzlich auf einer der Inseln eröffnet.

Wir entschieden uns aus dem zahlreichen Tourenangebot für einen Trip mit Schwerpunkt Schnorcheln. Der auf vielen Postkarten abgelichtete und für die Whitsunday Islands stehende Whitehaven Beach durfte natürlich auch nicht fehlen. Morgens um 10:00 Uhr verließ unser Boot mit etwa 30 Leuten an Bord schließlich den Hafen Shute Harbour. Unser Boot war, verglichen zu den bisherigen Bootstouren, diesmal um einiges kleiner und in alle Richtungen offen, fast so wie ein Rafting-Boot. So fühlte sich die Fahrt hinaus zu den Inseln dann auch an: Unser Steuermann hatte alle Hände voll zu tun, unser Boot durch die bewegte See zu manövrieren. Nicht selten schlugen wir beim Sprung über eine Welle ordentlich am Wasser auf, zur Belustigung der gesamten Besatzung – wer das Tagada vom „Stegina Morscht“ kennt, weiß wie sich diese rasante Bootsfahrt anfühlte 🙂 Das dabei aufspritzende Wasser trieb der Wind dann als Zugabe noch zurück ins Boot. Allerdings war davon nur ein Pechvogel dermaßen stark betroffen, daß er in Null komma nix klatschnaß war: Seppi. Er hatte, wie man so schön sagt, mit seinem Sitzplatz die Arschkarte gezogen. Wie ein nasser Waschlappen fieberte, nein zitterte er bei frischem Fahrtwind unserem Schnorchelstop Hook Island entgegen. Das Wasser in der Mareens Cove und der Mantaray Bay fühlte sich dann fast schon warm an, und auch die schöne Unterwasserwelt sorgte für genügend Ablenkung vom Frieren im Freien.

Nach unseren Schnorchelstops setzten wir über auf die größte Insel der Whitsunday Islands, die gleichnamige Whitsunday Island, mit ihrem Postkartenstrand Whithaven Beach. Aufgrund seines nahezu 100%-igen Quarz-Anteils zählt dieser Strand zu den weißesten Stränden der Welt, entsprechend paradiesisch präsentiert er sich auch den Besuchern. Nach einer stärkenden und sich in der Sonne aufwärmenden Mittagspause gings dann allmählich wieder zurück in den Shute Harbour, diesmal, zu Seppis Beruhigung, bei etwas ruhigerer See und auf besseren Plätzen im warmen Sonnenschein 🙂

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