Reiseblog

Mysore & Kodagu-Distrikt

Prunk, Kaffee und Trekking

Dezember 252013
Dezember 252013

Zur Abwechslung wieder mal per Nachtzug gings zu unserer nächsten Station, immer noch in der Region Karnataka. Mysore hieß das vorläufige Ziel, eine geschäftige aber sonst unauffällige Stadt, welche wir als Ausgangspunkt für unsere Ziele im Distrikt Kodagu wählten. Wir entschieden uns, eine Nacht in Mysore zu bleiben, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten besuchen zu können. Darunter fielen zum Einen der Markt, welcher zu den schönsten Indiens zählt, und zum Anderen der Maharadscha-Palast – also der Maharadscha hat da echt keine Kosten gescheut und mit seinem Geld geprotzt. Sonst gibt es in Mysore aber nicht viel zu sehen, vielmehr Vieles zu kaufen: Seide, Sandelholz usw. Aber da wir für solche Dinge ja nicht besonders empfänglich sind, blieben wir nicht lange in dieser Stadt. Es heißt, wer nicht in Mysore war, hat Südindien nicht gesehen. Unserer Meinung nach, hat man aber auch nichts versäumt, wenn man die Stadt nicht besucht hat.

Am Morgen darauf gings dann wie gesagt weiter per Bus nach Madikeri im Distrikt Kodagu; übrigens eine ziemlich ruhige Busfahrt ohne großes Gezwänge und Gedränge. Die Fahrt dorthin war wahrlich ein Augenschmaus: sanfte dschungelbedeckte Hügellandschaft und dazwischen Kaffeeplantagen. Kaffee war dann auch das große Thema bei unserem Gastgeber, einem Deutschen, welcher mit seinem indischen Geschäftspartner in der Nähe von Madikeri eine Biofarm aufgebaut hat. Hauptprodukte sind Kaffee, Tee und Pfeffer. Wir nahmen natürlich die Einladung unseres Gastgebers gerne an, uns durch seine Farm zu führen und uns Einiges zum Anbau und Produktionsprozeß seiner Produkte zu erzählen. Wir müssen sagen, wir waren begeistert. Neben ihren Hauptprodukten gabs auch noch jede Menge andere Gewächse zu bewundern, wie Tabak, Gewürze, Ananas, Orchideen, Orangen usw.

Nach zwei Nächten in Madikeri hieß es wieder den Rucksack packen. Die Reise führte uns weiter nach Westen über die idyllischen Dschungelhügel in die Nähe von Kakkabe, wo wir einen Stop im Honey Valley einlegten. Einst war dieses Tal größter Honigproduzent Indiens, aber in importiertes Virus machte sich über die vielen Bienenvölker her und sorgte für eine nahezu 100%-ige Auslöschung. Die Honigproduktion wurde somit nahezu stillgelegt. Damit waren unsere Hoffnungen auf einen guten Frühstückshonig dahin. Enttäuscht wurden unsere Frühstückshoffnungen auch was den Kaffee betrifft. Da wir uns ja inmitten von Kaffeeplantagen befanden, erwarteten wir uns natürlich einen Top-Kaffee. Den Kaffee, den wir schließlich serviert bekamen, war jedoch alles andere als gut. Zum Glück aber gibt es im Honey Valley super Trekkingmöglichkeiten, wozu wir eigentlich auch hergekommen sind. Wir wollten wieder mal einen Gipfel erklimmen, da uns unsere Berge manchmal schon fehlen. 🙂 Der höchste Gipfel hier misst stolze 1.750 m; da liegt ja Geislsberg fast gleich hoch. 😉 Trotzdem war aber die Wanderung wunderschön und war aufgrund seiner Länge (12 km) nicht nur ein Spaziergang. Mit uns kamen zwei Franzosen und ein einheimischer Guide, der ein gutes Tempo vorlegte, damit wir ja wieder zur rechten Zeit in der sicheren Unterkunft sind. 😉 Der Trek führte uns durch verschiedenste Vegetationen und machte die Tour somit zu einem gelungenen Ausflug. Am Abend wurde noch mit den beiden Franzosen auf das Weihnachtsfest angestoßen und somit auch die tolle Zeit im Distrikt Kodagu beendet.

    3 Comments

  1. Hallo Ihr 2!

    Hoff es hobs Weihnachten guat vorbrocht und seits guat ins nuie Johr gerutscht.
    Wünschen enck a gonz a schians und erfolgreiches 2014.
    Bis bold
    Tommy und Sabine

  2. FROHE WEIHNACHT unter PALMEN!!! 😉
    Do schneibs heint hoffentlich, morgen rodelsssss…

    • Hoi Manni! Enk a olle guate Feiertig und, folls man sich nimr davor heart, an guatn Rutsch! Also i muaß schun sogn, Weihnochtn ohne Kält und Christbam.. des fahlt’mr schun.. nächsts Johr werr’mr donn doppelt feiern. 😉 Schiane Griaße!

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