Reiseblog

Gregory National Park

Heimat des Boab-Baums

Mai 132014
Mai 132014

Weiter ging die Reise für uns auf dem Victoria Highway, 285 km in südwestliche Richtung in den Gregory National Park. Man könnte geradezu sagen, daß wir ein Nationalpark-Hopping vom einen Park zum anderen betreiben. Aber was soll man tun, dazwischen gibts nicht gerade viel zu sehen, außer natürlich der tollen weiten Umgebung und das eine oder andere Roadhouse, wo man den Treibstoff- und Lebensmittelvorrat – natürlich zu entsprechenden Preisen – aufstocken oder gelegentlich sogar sein Nachtlager aufschlagen kann. Die Ortschaften selber liegen oftmals mehrere hundert Kilometer auseinander, sodaß man jede Gelegenheit zum Tanken usw.nutzen muß. Weniger erfreulich sind die vielen totgefahrenen Tiere am Rande des Highways, wobei es sich zum Großteil um Wallabies und sogar Kühe handelt. Diese queren hauptsächlich früh morgens und ab dem Sonnenuntergang häufig den Highway, wo sie auf die gnadenlosen Fernfahrer mit ihren Truckzügen treffen. Diese treten dafür leider Gottes höchst selten auf die Bremse und denken erst gar nicht ans Ausweichen – wäre wahrscheinlich auch unmöglich oder gefährlich, somit zwecklos. Mit ihren verstärkten Frontpartien bleibt ein Zusammenprall jedenfalls für den Fahrer nahezu unbemerkt aber für die Tiere endet er tödlich. Weil wir gerade beim Thema sind: Nicht gerade tierfreundlicher zeigte sich auch unsere Vermieterfirma bei der Abholung unseres Campers in Darwin, als es um die Schadensabdeckung im Falle eines Zusammenpralls mit einem Tier ging. Dort wurde uns nämlich nahegelegt, im Falle eines unausweichlichen Zusammenpralls auf das Tier zuzuhalten anstatt ein Ausweichmanöver zu versuchen. Denn wenn der Camper dabei umkippt, verliert man seinen Versicherungsschutz, hingegen wenn man darauf zuhält, nicht. Traurig, aber wahr! Es scheint, daß es in Australien genug Tiere gibt, sodaß es auf eins mehr oder weniger nicht ankommt.

Nun, wie gesagt, wir sind im Gregory National Park angekommen. 13.000 Quadratkilometer mißt der Park, welcher sich aus zwei getrennten Sektoren zusammensetzt, zum Einen dem östlich gelegenen „Victoria River“-Sektor, zum Anderen dem westlich gelegenen „Gregory“-Sektor. Im Park warten Fels-Plateaus, Schluchten, Savannen und der Victoria River darauf, erkundet zu werden. Dabei ist im Vorteil, wer ein Allradfahrzeug sein Eigen nennen darf. Wir entschieden uns für eine Morgenwanderung bei angenehmen Temperaturen zum Escarpment Lookout, von wo sich uns ein phänomenaler Blick über das „Victoria River“-Tal bot. Weiters zu bestaunen waren in dieser Gegend erstmals für uns die sgn. Boab-Bäume, seltsam anmutende Bäume mit einem flaschenförmigen Stamm, wie man sie sonst nur aus (Seppis) Volksschulzeichnungen kennt. 🙂 Was das erfrischende Bad in Flüssen betrifft, war im Gregory National Park leider zum Zeitpunkt unseres Besuches auch nichts zu machen; alles viel zu gefährlich wegen der Krokodile. Ja diese Viecher machen einem das Leben schwer. 😉 Wir hoffen stark im nächsten Park wieder die Gelegenheit dazu zu finden.

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