Reiseblog

Südost-Oahu

Aloha komo mai!

Juli 282014
Juli 282014

Talofa hieß es auf Samoa und Aloha heißt es nun für uns auf Hawaii, genauer gesagt auf der Insel Oahu. Auf ein freundliches „Aloha“ konnten wir beim Einreiseschalter am Flughafen Honolulu allerdings lange warten, und erst gar nicht um 1:00 Uhr nachts. Dafür gabs das für die Einreise in die USA übliche Frage/Antwort-Spiel mit anschließendem Fotoshooting und „Autogramm“ per Fingerabdruck. Übrigens hatte unser Flieger Verspätung, eine ganze Stunde, gerade so viel, daß wir es nicht mehr rechtzeitig zu unserem Autovermieter schafften und notgedrungen mit dem Taxi zu unserer Unterkunft am Ostende der Stadt fahren mussten. Unsere Gastgeberin erwartete uns dort schon sehnsüchtig. Wir versuchten natürlich, so gut es ging, uns für die Verspätung zu entschuldigen, aber irgendwie war ihre kühle Laune nicht weichzuklopfen. Jedenfalls führte sie uns im Schnelldurchlauf durchs Haus und erklärte uns genauestens die „Do“s und „Don’t Do“s. Es fühlte sich fast so an, wie in einer Kaserne, mit dem Unterschied, daß wir dafür zahlen. Ok, man muß dazusagen, daß sie in der Vergangenheit mal eine schlechte und ziemlich teure Erfahrung mit Backpackern machen musste. Diese hatten ihr damals nämlich Bettwanzen mit ins Haus gebracht, und die wieder loszuwerden ist schon eine nervenaufreibende und kostspielige Sache. Also dachten wir uns, warten wir mal den nächsten Morgen ab, da wird sie sicher besser gelaunt sein.

Ach wie gut schläft es sich doch in einem normalen Bett, endlich mal wieder richtig durchschlafen. Einen Stock tiefer, im Erdgeschoss, wartete schon das Frühstück auf uns, draußen auf der Terrasse mit Blick über den Bootskanal. Unsere Gastgeberin war schon außer Haus bei der Arbeit, sie ist Hunde-Nanny. So waren wir alleine zuhause mit ihren beiden lieben Hunden „Coco Chanel“ und „Bijou“. 🙂

Was stand für uns an diesem ersten Tag auf dem Programm? Nun, erst mal den Leihwagen abholen, nachdem wir das die Nacht zuvor nicht geschafft haben. Ein gelber Fiat 500, wie könnte es für italienische Staatsbürger anders sein. Der gefällt uns und läuft super. Mit unserem neuen fahrbaren Untersatz haben wir uns erst mal einen Überblick über die Gegend verschafft, in welcher wir untergebracht sind, hauptsächlich im Südosten der Insel. Toll sieht es hier aus mit den schönen Stränden, dem klaren Wasser und den markanten Bergketten im nahen Hinterland. Aufgefallen ist uns weiters, daß es nicht so feucht ist wie auf Samoa, und die Moskitos fehlen auch, sehr zu unserer Freude.

Auf unserer Rundfahrt merkten wir uns gleich ein paar nette Plätzchen für die nächsten Tage. So gings einmal zur Sandy Beach zum Baden und am selben Tag noch zur Hanauma Bay zum Schnorcheln. Bei Letzterer sehen die Korallen zwar nicht mehr gar so gut aus wie an unseren früheren Schnorchelgebieten, aber von Fischen wimmelt es hier nur so. Darüberhinaus bekamen wir, nach langem Warten, endlich unsere erste Schildkröte unter Wasser zu sehen, und noch dazu eine, die unsere Anwesenheit nicht störte.

Der Tag nach unserem bisher besten Schnorchelerlebnis gehörte wieder mal dem Wandern, denn Möglichkeiten dazu gibt es auf Hawaii und hier auf Oahu genügend. Wir stiegen auf dem Kuli’ou’ou Ridge Trail empor und genossen das weite Panorama von der Südostküste entlang der Südküste bis hinaus nach Pearl Harbour.

Nach Waikiki selbst, dem berühmten Stadtteil Honolulus, hat es uns nur einmal verschlagen. Dort gibt der Massentourismus zu der jetzigen Zeit der amerikanischen Schulferien,nämlich gerade den Ton an; somit Hochsaison für die dortigen Luxushotels am weltbekannten Strand, wo man dicht gepackt in der Sonne brutzelt wie die Bratwürste am Grill und sich im Wasser ein freies Plätzchen zum Abkühlen suchen und erkämpfen muss. Nein danke, wir bleiben lieber im Südosten.

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